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SOUNDSEEING VI – Die Klangkünstler

Internationale Klangkunst im Münsterland

Aernoudt Jacobs

Der studierte Architekt Aernoudt Jacobs (*1968) arbeitet in Brüssel als Komponist, Klangkünstler und bildender Künstler. Seine komplexen und hochtechnischen Werke sind äußerst sensible Klangstudien, die bisher nicht wahrgenommene Facetten unseres akustischen Universums hör- und erlebbar machen.

Aernoudt Jacobs sehn und hören:
06.03. – 24.04.2016 | DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

> www.tmrx.org

 

Andreas Oldörp

Seit 1988 beschäftigt sich Andreas Oldörp mit der Wechselwirkung von Raum und Klang. In zahlreichen internationalen Ausstellungen hat er mit der Setzung natürlich erzeugter konstanter Klänge sein Konzept der klangenergetischen Aufladung von Orten entwickelt und erweitert. Seit 1997 entstehen auch Arbeiten im Aussenraum, die mit subtilen harmonisierenden Eingriffen den alltäglichen Klangraum transzendieren.

Andreas Oldörp und die Klasse der Kunsthochschule Saar sehn und hören:
ab 16.06.2016 | Alte Spinnerei Herding | kubaai Bocholt

> www.oldoerp.de

 

Duo Moving Sounds

Markus Stockhausen | Tara Bouman | Stephanie Lepp | Anne Krickeberg

»Bewegte Klänge« – das ist beim Duo Stockhausen/Bouman erst einmal durchaus wörtlich zu nehmen. Bewusst loten die beiden Musiker ihren akustischen Um-Raum aus und inszenieren ein subtiles Wechselspiel ihrer Instrumente. Wichtiger als die Reise in den Raum aber ist, dass das Duo allmählich mit seinen Klängen die Dimensionen des gebauten Ortes überwindet und mit sphärischen (Ober-)Tönen in unerhörte Bezirke vorstößt. Bei Bouman und Stockhausen erlebt man »intuitive« Musik in Reinkultur: Sorgfältiges Hinhören und sich Einlassen, Aufnehmen des musikalischen Fadens, Verwandeln und Weiterentwickeln. Der Konzertsaal wird zu einem Erfahrungsraum der besonderen Art – gebaut aus dem flüchtigen Stoff der Klänge. Markus Stockhausen ist einer der vielseitigsten Trompetensolisten unserer Zeit. Er wirkt regelmäßig bei CD-Produktionen mit, konzertiert als Solist klassischer und zeitgenössischer Trompetenliteratur, leitet verschiedene Jazz-Formationen und arbeitet zunehmend auch als Komponist. Tara Bouman studierte Klarinette in Amsterdam, Schwerpunkt ihres Repertoires ist die zeitgenössische Musik. Konzertreisen führten sie in viele Länder Europas, sowie nach Mexiko und den USA. Im Kloster Bentlage bringt Markus Stockhausen (Trompete, Flügelhorn) mit Tara Bouman (Klarinette, Bassklarinette), Stephanie Lepp (Flöten, Bansuri) und Georg Faust (Violoncello) exzellente Musiker zusammen, die ihren Intuitionen freien Lauf lassen und aufeinander hören können, die sich auf ihre Mitmusiker einschwingen und die Musik so zu einem Ganzen werden lassen. Sie spielen mit dem Klosterraum und das Kloster spielt als fünfte Stimme mit.

Stockhausen sehn und hören:
23.04.2016 | als Stockhausen Quartett im Kloster Bentlage | Rheine
17.06.2016 | Duo Moving Sounds: Alte Spinnerei Herding | kubaai Bocholt

> www.markusstockhausen.de

 

DUO Pierre Charial und Michael Riessler

Der Bassklarinettist Michael Riessler, geboren 1957 in Ulm, ist ein Grenzgänger zwischen Improvisation und zeitgenössischer Klassik, zwischen Sprache und Klang, Musik und Tanz. Riessler hat mit Musikern und Komponisten aus den unterschiedlichsten Lagern gearbeitet: u.a. Maurizio Kagel, John Cage, Steve Reich, Helmut Lachenmann, Arditti Quartett, Ensemble Modern, David Byrne, Michel Portal, Carla Bley, Terry Bozzio. Seit 2000 gemeinsame Projekte  mit der Klarinettistin Sabine Meyer, eine der führenden Mozart-Interpretinnen weltweit. Daneben schreibt und realisiert Riessler seit den 90er Jahren eigene Projekte sowie Hörspiel- und Filmmusiken, z.B. zum preisgekrönten 4-Stunden-Epos »Die andere Heimat« von Edgar Reitz oder zum Stummfilm »Hamlet« (mit Asta Nielsen).  Zuletzt realisierte er zusammen mit Pierre Charial sein Projekt »Big Circle«, für das er 2012 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplatten-Kritik und dem Kulturstern der Münchner AZ ausgezeichnet wurde.
Seit vielen Jahren arbeitet Riessler dabei mit dem französischen Drehorgelspieler Pierre Charial zusammen, der seiner lochkartengesteuerten Orgel ein bizarres Feuerwerk von Klängen und Soundcollagen entlockt. Charial, von einem Kritiker einmal als Frankreichs größtes musikalische Geheimnis gewürdigt, hat nicht nur historische Werke für mechanische Musikinstrumente, etwa von Mozart oder Haydn, wieder ausgegraben und neu interpretiert, sondern auch zeitgenössische Musik von György Ligeti oder Pierre Boulez eingespielt (die zum Teil eigens für ihn geschrieben wurden). Daneben arbeitete Charial, der seine musikalische Laufbahn als Oboist begann, bevor er die Drehorgel entdeckte, mit Jazzmusikern wie  Michel Portal, Jean-Louis Matinier oder der Schweizer Pianistin Sylvie Courvoisier, aber auch mit Frank-Zappa-Drummer Terry Bozzio,  zusammen. Zuletzt veröffentlicht er gemeinsam mit Michael Riessler und dessen Klassikkollegin Sabine Meyer die CD »Paris Mécanique« mit Musik aus dem Paris der 20er Jahre. Charial, der in Paris lebt, spielt eine lochkartengesteuerte Drehorgel des Pariser Drehorgelbauers André Odin mit 42 Tasten 114 Pfeifen und 3 Registern.

DUO Riessler und Charial sehn und hören:
23.09.2016 | Burg Vischering | Lüdinghausen

> www.michael-riessler.de | > www.musique-mecanique.net/en

 

Ensemble Atonor

Marie Nandico | Constantin Suppee | Maximilian Hensel | Benjamin Stache

Atonor ist ein Zauber aus Elektronik, Akustik, Material, Sensoren, Objekt und Mensch. Gegründet als schulische Arbeitsgemeinschaft vom Klangkünstler Erwin Stache ist Atonor zu einem professionellen Projekt geworden, das schon mehr als 10 Jahre Konzertprogramme, Konzepte und Filme entwickelt, die eine Mischung aus Experiment, Performance, Theater und Rhythmus darstellen. Atonor ist  auf zahlreichen Veranstaltungen und Festivals vertreten, immer mit dem Ziel, eine Magie der Dinge zu schaffen, bei welcher der Zuschauer nicht weiß, worüber er mehr staunen soll: Über die Objekte selbst oder über die Art und Weise, wie sie eingesetzt werden. Im Rahmen von SoundSeeing erarbeitet das Ensemble in einem kurzen Workshop mit Jugendlichen eine Komposition, die im Rahmen des Konzerts gemeinsam aufgeführt wird.

Atonor sehn und hören:
21.04.2016 | Kunstmuseum Ahlen
22.04.2016 | Landesmusikakademie NRW | Heek
23.04.2016 | Alte Spinnerei Herding | kubaai Bocholt
24.04.2016 | DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

> www.atonor.de | > YouTube Channel Ensemble Atonor

 

Miki Yui

Miki Yui (J) wurde 1971 in Tokyo geboren, nach Studien dort absolvierte sie ein Kunststudium an der Akademie Düsseldorf und ein Aufbaustudium an der Hochschule für Kunst und Medien in Köln. Ihre Ausstellungstätigkeit ist weltweit, in den letzten Jahren arbeitete sie u.a in Kopenhagen, Hong Kong und Turin.
Bei ihrer Arbeit geht Miki Yui immer von einem intensiven Hören aus, von einem Hören auf das Ganze, auf Resonanzen und Interaktivitäten zwischen den Klängen. Sie beschreibt das Hören wie das eines Träumers, selbst im Schlaf oder in unbewussten Momenten hören wir. Unser Ohr  versorgt uns mit Informationen aus der akustischen Umgebung, die mit ihren Schallschwingungen  unser Denken und Verhalten beeinflusst. In ihren Arbeiten verwebt Miki Yui stets eine sparsame Fülle unbearbeiteter oder elektronisch prozessierter Tonaufnahmen zu vagen Erinnerungsmomenten, der Kernbegriff ihrer Arbeit lautet dementsprechend small sounds.

Miki Yui sehn und hören:
Maschienenzentrale | Alte Weberei | Bocholt
Eiskeller Altenberge
Burg Vischering | Lüdinghausen
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel


> www.mikiyui.com
| > YouTube Channel Miki Yui

 

Peter Ausländer

Peter Ausländer, Vater, Lehrer, ausübender Musiker und Aktionskünstler mit unbändiger Lust an Grenzüberschreitungen, außerdem Sammler und Autor, der von sich sagt, dass er das, was er weiß und kann, im Wesentlichen von seinen Kindern und den ihm anvertrauten Schülerinnen und Schülern gelernt habe (und lerne).
Ausländer befasste sich von Kindheit an mit Musik und bildender Kunst, spielte Geige, zeichnete und malte, konnte sich darum auch im Studium nur für beides entscheiden, war dann sieben Jahre lang als Fachlehrer für Musik und Kunst im Schuldienst, wo er erkannte, dass auch Pädagogik – richtig verstanden – eine Kunstform ist, »die – wie alle Künste – nicht irgendwelcher papiernen Abschlüsse oder Zertifikate bedarf, sondern intuitiver Begabung und vor allem täglicher Übung.«
Ausländer entwarf, initiierte und leitete zum Teil spektakuläre Stadtmusiken in Vlotho und Lemgo, hatte bundesweit Auftritte mit der »freitagsgruppe«, seinem Ensemble für experimentelles Musiktheater, in diesem Zusammenhang enge und freundschaftliche  Arbeitskontakte mit Johannes Fritsch und Pina Bausch, und als Erfinder von Instrumenten, Klangversuchs- und Lauschstationen und als Installateur von Klangpassagen und Klanggärten stand er jahrelang mit Hugo Kükelhaus in wechselseitig anregender Verbindung.
Für den Film »Kultur grenzt nicht aus« erhielten er und sein Kameramann Norbert Kaase 2009 den Ersten Preis im Bundeswettbewerb »Dialog der Generationen« des Kinder- und Jugendfilmzentrums.
Den Begriff »Zielgruppe« Ausländer für ein Unwort, und was darunter verstanden wird, für einen der peinlichen Irrtümer, an denen leider im Bildungsgeschäft mit Beharrlichkeit festgehalten wird…

Peter Ausländer sehn und hören:
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel
Phänomexx | Ahlen

 

Pieterjan Ginckels

Pieterjan Ginckels (*1982 in Tienen, Belgien), der auch unter dem Pseudonym nononoise als experimenteller DJ und Musikproduzent aktiv ist, lebt in Brüssel, wo er in sehr unterschiedlichen Medien arbeitet: mit Zeichnung, Skulptur, Video, Performance und Musik. Das tägliche Leben einer modernen, technikaffinen und von Populärkultur geprägten Generation ist der Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Innerhalb dieser Bandbreite ist Pieterjan Ginckels besonders an zwei Aspekten interessiert: Einerseits an den Strukturen und Funktionsweisen, die den kulturellen Austausch in populären Subkulturen definiert und die Ginckels als eine konsequente Ablehnung der kommerziellen Brauchbarkeit betrachtet und andererseits an der nostalgisch motivierten Beobachtung technischen Medialität, deren rigorose wissenschaftlich-funktionelle Logik Ginckels dazu provoziert, innerhalb der Möglichkeiten von Kunst einzugreifen und diese in eine neue Relation zum Menschen zu setzen.

Pieterjan Ginckels sehn und hören:
08.05. – 29.05.2016 | Ausstellungshalle am Hawerkamp | Münster
28.05.2016 | BLACK BOX im cuba | Münster

> www.pieterjanginckels.be

 

Ralf Schreiber

Ralf Schreiber (*1964), Studium an der Kunstakademie Münster, Postgraduiertenstudium an der Kunsthochschule für Medien Köln. Arbeit mit Elektronik, Solarzellen, Motoren und Kleinstlautsprechern. Seine spielerischen und experimentellen Arbeiten erzeugen leise Klänge und kleinste Bewegungen und beschäftigen sich dabei mit schwachenergetischen Transformations-Prozessen. Rege internationale Ausstellungstätigkeit.

Ralf Schreiber sehn und hören:
Maschienenzentrale | Alte Weberei | Bocholt
Burg Vischering | Lüdinghausen
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

> www.ralfschreiber.com

 

SPLASH-Perkussion NRW

Leitung: Prof. Stephan Froleyks

Das Schlagzeug-Ensemble SPLASH – Perkussion NRW bietet jungen begabten Schlagzeugern die Möglichkeit, ein Programm zwischen Neuer Musik, Improvisierter Musik und Weltmusik zu erarbeiten und unter professionellen Bedingungen aufzuführen.
SPLASH präsentierte sich im April 2006 erstmals mit Konzerten in Köln. Es folgte Auftritte in vielen Städten NRWs. SPLASH war in der Philharmonie Essen, in der Kölner Philharmonie, bei der »Ensemblia« in Mönchengladbach und in der Kölner Musiknacht vertreten. In der Kölner Konzertreihe Reihe »Schlüsselwerke« traten die Jugendlichen u.a. mit Varèses »Ionisation« und Reichs »Six Marimbas« auf. Das Feld der symphonischen Musik betraten die jungen Künstler Anfang 2009 in Kooperation mit dem Landesjugendorchester und der Robert-Schumann-Hochschule mit Aufführungen von »Le Transfiguration de notre Seigneur Jesus Christ« von Olivier Messiaen.

SPLASH-Percussion NRW sehn und hören:

21.10.2016 | Landesmusikakademie NRW | Heek
22.10.2016 | DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

> www.lmr-nrw.de/ensembles/splash-perkussion-nrw/

 

Tina Tonagel

Tina Tonagel sehn und hören:
Maschienenzentrale | Alte Weberei | Bocholt
Burg Vischering | Lüdinghausen
DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

> www.tinatonagel.de

 

 

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