SOUNDSEEING – das münsterlandweite Klangkunstfestival präsentiert vom 14.05. bis 23.07.2023 zwei interaktive Klangwände von Achim Vogel Muranyi und Peter Vogel Heritage in der ehemaligen Ritterburg Vischering in Lüdinghausen. Die analoge Klangwand “Rhythmic Sounds I“ von Peter Vogel aus den 1990er Jahren – eine elektronische Wandinstallation mit 18 Lichtsensoren – und die digitale Klangwand “Techno Soundwall“ von Achim Vogel Muranyi aus der Gegenwart – eine computerprogrammierte Variante auf Basis von Audiosamples. Beide Soundwalls sind von Club- und Technomusik inspiriert und können intuitiv – auch vom Publikum – gespielt werden.

Tipp: 01:32 Live-Mitschnitt von der Eröffnung mit Performance von Achim Vogel Muranyi

Kamera: Sabine Herke | Bernhard Kils
Sound: Achim Vogel Muranyi
Composing: herkewerke

+ die Künstler Achim Vogel Muranyi und Peter Vogel

Klangkunst-Konzerte, mobil bespielbare Klanginstallationen, Workshop für Schulen

Auch 2023 stand das Mitwirken von Gästen und Zuhörenden und das selber-Hand-anlegen im Fokus des münsterlandweiten Klangkunstfestivals. Klangkunst direkt erfahrbar machen war das Ziel!
Hier zeigen wir Impressionen von:
SPLASH – Perkussion NRW im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel (1)
GONG GANG – Klanginstallation Albrecht Fersch in Ibbenbüren (2-4)
Ensemble „Ears Wide Open“ – Marion Haak-Schulenburg, Mathis Mayr, Ravi Srinivasan und Gregor Schulenburg in der Landesmusikakademie NRW, Heek (5-8)
FrequEMS – Klangkunst-Tag im ARTandTECH.space Rheine mit dem Klang Duo Osnabrück (9), anni Yu (10), Klanginstitut Köln (11) und Pia Marei Hauser (12)
Mobiles Musik Museum von Michael Bradke, ARTandTECH.space Rheine (13-15)
„Zwitschermaschinen im Park“ – Workshop und Ausstellungsprojekt für eine Grundschulklasse, mit Ralf Schreiber und Martina Lückener in Altenberge (16-18)

Fotos: Vera Lammers, Franziska Loh, Lara Langguth, Sabine Herke, ARTandTech.space Rheine

Der in Berlin und Lagos lebende und arbeitende Künstler setzt sich intensiv mit Orten und Gesellschaftsphänomenen auseinander, um zu ergründen, wie private, öffentliche und kollektive Erinnerungen und Geschichten in verschiedene sensorische Erfahrungen übersetzt, transformiert und kodiert werden. In der Ausstellung „Chi dị Ebere [God is merciful]“ kombiniert Emeka Ogboh Gesangs- und Musiktraditionen der Igbo aus Nigeria mit elektronischen Kompositionen. Ausgangspunkt ist das Erforschen des Musizierens als Bewältigungsmechanismus für Trauer und Verlust.
Die Soundinstallationen im DA, Kunsthaus geben Raum, um verschiedenen Stadien des Verleugnens, Annehmens und Verarbeitens im Trauerprozess bis hin zum Zelebrieren des Lebens nachzuspüren.

Fotos: Bernhard Kils

+ Der Künstler Emeka Ogboh

SOUNDSEEING – das münsterlandweite Klangkunstfestival steht für hochkarätige Klangkunst an außergewöhnlichen Orten. Voilá: Experimentell, abwechslungsreich und sehr lebendig zeigen wir hier Ausschnitte vom Live-Mitschnitt des Improvisationskonzerts mit dem Trio Jaap Blonk, Stimme und Elektronik | Steffen Roth, Schlagzeug | Stephan Froleyks, Percussion, Tuba, New Instruments | aus der ehemaligen Spinnerei im LWL-Museum Textilwerk Bocholt.

Jaap Blonk ist ein wahres Stimmwunder. Er klingt unerhört und frech, mal wie ein Instrument, mal wie ganz viele Instrumente. Meistens aber tönt er wie nichts von beidem, ist geräuschhaft wie der Straßenverkehr oder schrill wie eine Sirene oder das Quietschen einer Tür. Und weil ihm das alles noch nicht reicht, schickt er seine Stimme ins Nirwana der Elektronik, wo er sie modifiziert und multipliziert, runterkocht oder raufschraubt. Eine beeindruckende Präsenz und Intensität, die von den zwei studierten Schlagzeugern Stephan Froleyks und Steffen Roth noch einmal aufgepeitscht wird mit den Energien extrem freier Rhythmen und konterkariert wird mit magischen Sounds erlesener und zum Teil selbst gebauter Instrumente. Ist das Jazz? Wenn ja, dann von der ganz freien Sorte. Ist es Avantgarde? Kann sein, muss aber nicht. Das Trio Blonk / Froleyks / Roth liebt es, sich selbst zu überraschen und auch als Hörer:in sollte man sich nie zu sicher sein.

Sounds: © Trio Blonk / Froleyks / Roth
Kamera: Sabine Herke
Composing: herkewerke

SOUNDSEEING – Das münsterlandweite Klangkunstfestival 2023 präsentiert vom 17.06. – 20.08. die Soundinstallationen von Emeka Ogboh im DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst | Hörstel

Der international renommierte Klangkünstler Emeka Ogboh lebt und arbeitet in Berlin und Lagos und setzt sich in seinen Klangkunst-Werken intensiv mit Orten und Gesellschaftsphänomenen auseinander, um zu ergründen, wie private, öffentliche und kollektive Erinnerungen und Geschichten in verschiedene sensorische Erfahrungen übersetzt, transformiert und kodiert werden. In der Ausstellung »Chi dị Ebere [God is merciful]« kombiniert Emeka Ogboh Gesangs- und Musiktraditionen der Igbo aus Nigeria mit elektronischen Kompositionen. Ausgangspunkt ist das Erforschen des Musizierens als Bewältigungsmechanismus für Trauer und Verlust.
Im Interview mit SOUNDSEEING-Kurator Stephan Froleyks und Sara Dietrich, künstlerische Leiterin des DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst beleuchtet Emeka Ogboh die Hintergründe seines Klangkunst-Projekts und gibt sehr persönliche Einblick in den Entstehungsprozess. Selbstverständlich gibt es auch audiovisuelle Eindrücke direkt aus der Ausstellung – als Inspiration für einen Besuch oder um die verschiedenen Sounds zu Hause nachzuhören.

Musikalische Arrangements:
Jude Nwankwo & Uchechukwu Agbamegbue

Gesang:
QueenMary Mbias Okoro (Soprano)
Uchechukwu E. Agbamegbue (Soprano)
Tochukwu Favour Ezeoka (Alto)
Ndubuisi Sunday Azubuike (Tenor)
Godwin Odera Obodoeke (Bass)

Kamera: Sabine Herke | Bernhard Kils
Composing: herkewerke

+ DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst

Gesamtdokumentation des münsterlandweiten Klangkunstfestivals. Von März bis August 2023 ließ sich die Kunst hören und sehen: Soundinstallationen, Klangkunst-Ausstellungen, Workshops und partizipative Konzerte – an 14 authenischen Kulturorten im Münsterland mit internationalen Klangkünstlerinnen und Klangkünstlern: Sophia Bauer | Trio Blonk / Roth / Froleyks | Michael Bradke | Ears Wide Open | Albrecht Fersch | Pia Marei Hauser | Klang Duo Osnabrück | Klanginstitut Köln | Klangkunstklasse Suchan Kinoshita | Hanna Melnykova | Mondolettosottoilcorvo | Muzak & Riha | Emeka Ogboh | Paul Panhuysen | Aurélie Pertusot | Ralf Schreiber & Martina Lückener | Frederic Schröder | SPLASH – Perkussion NRW | Floris Vanhoof | Achim Vogel Muranyi | Peter Vogel | anni YU

Die Orte: ARTandTECH.space, Rheine | Ausstellungshalle Hawerkamp, Münster | Burg Vischering, Lüdinghausen | cuba-cultur / BLACK BOX, Münster | DA, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel | Heimathaus Altenberge | Kulturgut Haus Nottbeck, Oelde | Kunstverein Münsterland, Coesfeld | Landesmusikakademie NRW, Heek | LWL-Industriemuseum TextilWerk, LernWerk und Stadt Bocholt | Musikhochschule Münster | rock’n’popmuseum, Gronau | Stadt Ibbenbüren

Fotografie: ARTandTECH.space | Mario Brand | Ralf Emmerich | Philipp Fölting | Münsterland e.V. | Matthias Groppe, Kreis Warendorf | Janny Heisterborg | Martin Janzik | Bernhard Kils | Vera Lammers | Lara Langguth | Andreas Lechtape | Franziska Loh | Meike Reiners | Tourismus NRW e.V. | eigene Aufnahmen der beteiligten Orte

Video & Soundaufnahmen: Sabine Herke | ARTandTECH.space | cuba-cultur Münster | Lara Langguth | Hanna Melnykova | Peter Musek | Camilo Pachón | Ralf Schreiber | Achim Vogel Muranyi

Cut & Composing: herkewerke | Münster

SOUNDSEEING 2023 – das münsterlandweite Klangkunstfestival wurde gefördert von:
Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW | Kunststiftung NRW | Gelsenwasser-Stiftung | Kulturregion Münsterland
Kultur- und Medienpartner: WDR 3 und kultur.west

Trägerin: Landesmusikakademie NRW

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